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Druckausgabe des Romans „Kegelberge“ von Tanja Ewerhardy

FCover des Romans Kegelbergeür den bereits vor kurzer Zeit als E-Book erschienenen Roman „Kegelberge“ von Tanja Ewerhardy hatten wir den Auftrag, die Gestaltung der Druckausgabe zu übernehmen.

Die Figuren dieses Romans treffen zu einem Zeitpunkt aufeinander, der sie alle an ihrem persönlichen Scheideweg zeigt. Die tausend kleinen Entscheidungen des Alltags sind es, die letztendlich unseren Lebensweg ausmachen, die zeigen, wer oder was wir sind. Nez hält es nicht mehr aus, mit ihrem Lebenspartner um dieselbe Redaktionsstelle zu konkurrieren. Constanze quält sich mit dem Gedanken, schon wieder im Job versagt zu haben. Und der bisher unauffällige Nachbar Xie, dessen Traum es ist, in Deutschland Freunde und Anerkennung zu finden, setzt viel aufs Spiel um seinen neuen Freunden zu helfen.

Bei der Gestaltung des Buches haben wir uns sowohl vom Cover als auch dem Thema des Romans inspirieren lassen und ein klares und eher minimalistisches Layout gewählt. Für die Überschriften haben wir die Schrift vom Cover aufgegriffen und die Square721 BT von Bitstream verwendet.  Als dazu passende Schrift für den Fließtext haben wir die OFL Sorts Mill Goudy von  The League of Moveable Type, einer Serifenschrift im klassischen Stil, gewählt. Der folgende Screenshot des Beginns des ersten Kapitels verdeutlicht das verwendete Layout:

kegelberge_kap_2

 

Zitat der Autorin über unsere Dienstleistung:

Die Formatierung des Manuskripts ist für viele Autoren eine große Hürde, nachdem sie sich durch die Höhen und Tiefen des eigentlichen Schreibprozesses gearbeitet haben. Dies hat mir das Team von mach-mir-ein-ebook sehr kompetent und unkompliziert abgenommen. Auch als Selfpublishing-Neuling fühlte ich mich mit all meinen Fragen in guten Händen.

Die Druckausgabe ist in einigen Tagen bei Amazon verfügbar ist mittlerweile bei Amazon verfügbar. Wir wünschen  der Autorin viel Erfolg mit ihrem Roman und Ihnen viel Spaß beim Lesen.

E-Book bei Amazon kaufen
Druckausgabe bei Amazon kaufen

Was ist der Unterschied zwischen einem gedruckten Buch und einem E-Book?

Bei den meisten E-Books handelt es ich um E-Books im fließenden Layout. Die Besonderheiten des „Fixed Layout“ werden in unseren FAQ erklärt.

Der Hauptunterschied zwischen einem gedruckten Buch und einem E-Book besteht darin, dass die Leser eines E-Books das Seitenlayout innerhalb gewisser Grenzen beeinflussen können. Im Gegensatz zu einem gedruckten Buch können sowohl die Schriftart als auch die Schriftgröße verändert werden. Auch der Zeilenabstand kann variiert werden. Zudem erlauben viele Geräte das Lesen sowohl im Hochkant- als auch im Querformat. Dadurch lassen sich z. B. Bilder besser betrachten.

All dies führt dazu, dass je nach verwendetem Lesegerät und individuellen Leseeinstellungen das gleiche E-Book auf den verschiedenen Lesegeräten recht unterschiedlich dargestellt wird. Aus diesem Grund gibt es auch keine Seitenzahlen in E-Books. Jedes Lesegerät berechnet nach einem internen Algorithmus eine „Pseudoseitenzahl“, zum Teil als Prozentangabe, zum Teil als Angabe von „Pseudoseitennummern“, um den Lesern einen Eindruck über den Umfang und die Leseposition zu vermitteln. Allerdings ändert sich die Angabe der Seitenzahl bei manchen Geräten (z. Bsp. dem iPad) bereits durch das Umschalten vom Hochkant- in das Querformat.

Um diese Unterschiede zu illustrieren, haben wir Screenshots desselben Kapitelanfangs aus dem Buch „Mekkas der Moderne“ (Amazon) angefertigt. Besonders an den Kapitelanfängen werden in diesem E-Book viele verschiedene Designelemente verwendet, bei denen die Darstellung durch die Geräte abweichen kann.

Zuerst der E-Book-Viewer von Calibre. Dieser zeigt das Buch so an, wie es aussehen soll.

Darstellung im Calibre Viewer

Als nächstes sieht man dieselbe Position innerhalb des E-Books dargestellt auf einem Kindle Paperwhite der ersten Generation. Hier wird das Buch in der Standardschrift Caecilia des Kindle angezeigt, da dies die Standardeinstellung ist, wenn man ein Buch bei Amazon heruntergeladen hat. Ein Unterschied zwischen den mit unterschiedlichen Schriften gestalteten Designelement ist nicht mehr erkennbar. Die im E-Book enthaltenen Herausgeberschriften müssen vom Leser erst eingeschaltet werden. Allerdings tun dies nur die wenigsten Leser. Außerdem ist auf den ersten Blick ersichtlich, dass das Bild nicht mehr auf dieser Bildschirmseite angezeigt wird.

Darstellung auf dem Kindle Paperwhite

Das nächste Beispiel stammt von einem Kindle Fire HDX 8.9, dem größten Tablet von Amazon. Trotz der zunächst ähnlich aussehenden Darstellung zum Calibre Viewer gibt es dennoch deutliche Unterschiede. Nicht nur Zeilenlänge und Zeilenabstand sind unterschiedlich, auch wird der Link zu Google Maps unterstrichen, obwohl dies in der Formatierung explizit ausgeschaltet wurde. Das Bild wird verhältnismäßig  klein angezeigt, was an der hohen Auflösung des HDX 8.9 von 2.560 × 1.600 Pixeln liegt. Das Bild selbst hat jedoch nur eine Breite von knapp 800 Pixel.

Darstellung auf dem Kinde Fire HDX 8.9

Als letztes Beispiel zeigen wir diesen Kapitelanfang auf einem iPad Air, dargestellt mit iBooks. Trotz der im Vergleich zum HDX sehr ähnlichen Auflösung von 2048 × 1536 Pixel wird das Bild in voller Breite angezeigt. Hier würde man eher eine ähnliche Breite wie beim HDX erwarten. Das liegt an der Tatsache, dass innerhalb der iBook-App nicht mit der physikalischen Auflösung gearbeitet wird, sondern mit einer virtuellen Auflösung von 800 × 600 Pixel, so dass das Bild auf die volle Breite aufgezogen wird. Ansonsten wird das E-Book wie von uns beabsichtigt dargestellt.

Darstellung mit iBooks auf iPad Air

Dies ist nur eine winzige Auswahl aus der Vielzahl an Geräten und Lese-Apps mit denen E-Books gelesen werden können. Auch wenn Unterschiede bei diesen Apps und Geräten deutlich erkennbar sind, ist die Darstellung doch insgesamt sehr akzeptabel. Deshalb zum Schluss noch ein Beispiel für eine App, die dieses E-Book nur sehr rudimentär darstellt. Praktisch die gesamte Formatierung des E-Books wird ignoriert, und an Stelle des Bildes bricht die Darstellung komplett ab.

Darstellung mit App Aldi

Gastbeitrag über ihren Weg zum Selfpublishing von Brigitte Teufl-Heimhilcher

Anlässlich der Neuveröffentlichung ihres Buches „Mütter, Töchter und andere Krisen“ durch Amazon Publishing freuen wir uns über diesen Gastbeitrag der erfolgreichen und Autorin und Selfpublisherin Brigitte Teufl-Heimhilcher:

Mein Weg zum Selfpublishing

cover_politik_rote_rosen_200Nachdem ich zuallererst auf einen Druckkostenzuschuss-Verlag hereingefallen bin, folgte bald die übliche Ochsentour zu Verlagen und Agenten.

2010 konnte ich ein Sachbuch zum Thema Allergiebekämpfung bei einem Kleinverlag unterbringen – die Freude war groß aber kurz, denn der Verlag hat zwar ein hübsches Cover und ein tadelloses Lektorat finanziert, leider schienen seine finanziellen Möglichkeiten damit erschöpft, denn Werbung wurde so gut wie keine gemacht.

2011 konnte ich dann ein Belletristik-Manuskript in einem Spezialverlag unterbringen. Die Zusammenarbeit mit der Lektorin war erfreulich, aber da die Bücher ausschließlich in personalisierter Form angeboten werden, sind sie für den normalen Leser zu teuer.

Amazon als Chance

Ebenfalls 2011 begann Amazon in Deutschland sein Selfpublisher Programm, das fand ich cover_paragrafen_200spannend. Rasch entschlossen kaufte ich die Rechte an meinem Erstling zurück, knipste ein wenig in die Blumenwiese, hielt dies für ein taugliches Cover und lud meine Textdatei hoch. Der Erfolg war entsprechend bescheiden, und langsam begann ich – wie viele andere auch – zu verstehen, dass Selfpublishing zwar eine tolle Chance, aber keine einfache Sache war.

Brigitte Teufl-Heimhilcher Die andere Schwester des Papstes Bei Amazon kaufenFür meinen Roman „Die andere Schwester des Papstes“ hätte ich 2012 zwar einen Verlag begeistern können, das Buch wäre allerdings erst Ende 2013 erschienen. Da es jedoch brandaktuelle Themen behandelte, entschloss ich mich, es als Selfpublisher herauszubringen.
Zwei weitere Manuskripte, die in meiner digitalen Schublade schlummerten, wurden ebenfalls zum Leben erweckt, mein Leben als Selfpublisher hatte begonnen.

Multitalente sind selten

Zuallererst habe ich gelernt, dass nur wenige Multitalente imstande sind, wirklich alles selbst zu machen. Der eine braucht vielleicht Hilfe beim Marketing, der andere in der technischen Umsetzung und jeder, aber wirklich jeder, sollte sich zumindest ein Korrektorat leisten.
Was mich betrifft, so benötigte ich vor allem Hilfe bei der technischen Umsetzung, die ich bei „mach-mir-ein-ebook“ gefunden habe. Die Zusammenarbeit mit Melanie Jungierek ist hervorragend, denn sie arbeitet prompt, professionell und problemlos.

humor_200_2Auch wenn der Buchhandel uns meidet, wie der Teufel das Weihwasser, und manche Verlage sich redlich bemühen, Selfpublisher als die schlechteren Autoren hinzustellen, sind die Bücher der sog. „Indies“ in der Zwischenzeit eine unübersehbare Größe am Buchmarkt geworden, wie die Amazon-Top-Listen immer wieder eindrucksvoll beweisen.

Das Leben als Selfpublisher ist spannend und ereignisreich – aber leider nicht ganz einfach …

Das Problem besteht vor allem darin, in der Masse der auf dem Markt befindlichen Bücher gefunden zu werden.
Da uns „Indies“ der Weg in die Buchläden zumeist versperrt ist, sind wir umso mehr auf Sichtbarkeit im weltweiten Netz angewiesen.
Dabei sind Selfpublisher in aller Regel durchaus bescheiden: Jeder neu hinzugekommene Leser ist ein Gewinn, jede gute Rezension Anlass für eine kleine Feier.
Um neue Leser auf uns aufmerksam zu machen, scheuen wir auch nicht davor zurück Lesungen vor halb leeren Reihen abzuhalten, Bücher als Rezensionsexemplare zu verschenken, Preisaktionen zu machen oder das Buch gar zum Gratis-Download anzubieten.

Spannende Zukunft

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Mit Hilfe von Bloggern und Preisaktionen ist es mir immerhin gelungen, den Verkauf meines Buches „Mütter, Töchter und andere Krisen“ so anzukurbeln, dass Amazon Crossing (die deutsche Verlagstochter) auf mich aufmerksam wurde, und das Buch in diesen Tagen als Verlagsbuch neu präsentiert. Der Erfolg bleibt abzuwarten – die Hoffnung lebt.

Tipps für Autoren und Selfpublisher: Benötige ich für mein Manuskript ein Lektorat?

Aus unserer Erfahrung im Umgang mit den unterschiedlichsten Manuskripten können wir auf diese Frage mit einem eindeutigen „Ja“ antworten.

In der Regel reicht es nicht aus, das Manuskript durch Freunde und/oder Bekannte Korrektur lesen zu lassen, da hierbei trotz aller Mühe und Sorgfalt, und nicht zuletzt aufgrund mangelnder Fachkenntnis und Objektivität, viele Fehler übersehen werden. Auch der beste Freundschaftsdienst kann kein professionelles und bezahltes (!) Lektorat bzw. Korrektorat ersetzen!

Erfahrene Lektoren achten nicht nur auf Rechtschreib- und Grammatikfehler, sondern auch auf logische Zusammenhänge und machen den Autor auf Lücken in der Story etc. aufmerksam.

Leidet der Lesegenuss unter zu vielen Fehlern, führt dies zu enttäuschten Lesern und negativen Rezensionen: Auch die beste Story hat bei vielen Rechtschreib- und Grammatikfehlern sowie einem schlechten Erzählstil so gut wie keine Chance, vom Leser angenommen zu werden. Daher kommen anfänglich gute Verkaufszahlen schnell zu einem völligen Erliegen.

Eine Veröffentlichung ohne vorangegangenes Lektorat oder zumindest Korrektorat ist daher nach unserer Erfahrung wenig sinnvoll.

Bevor man seinen Roman als E-Book oder auch als gedrucktes Buch veröffentlicht, empfiehlt es sich einige Tipps zu beachten:

  • Üblicherweise besteht die Arbeit an einem Roman oder auch an einem Sachbuch aus drei Teilen:
    • der Ideenfindung und Recherche,
    • dem eigentlichen Schreiben
    • und der Überarbeitung
  • Gerade der letzte Punkt wird von vielen Autoren gern übergangen: Die letzte Zeile ist geschrieben, und man ist froh seinen Roman endlich vollendet zu haben. Nun kann es vielen Autoren gar nicht schnell genug gehen, Ihr Buch oder E-Book endlich zu veröffentlichen. Doch die eigentliche Arbeit beginnt erst jetzt: die Überarbeitung bzw. Verbesserung des Manuskriptes.Denn bei dieser ersten Fassung handelt es sich stets um die Rohfassung, die noch nicht reif für die Publikation ist.„Die erste Fassung ist immer Mist!“ so der berühmte Schriftsteller Ernest Hemmingway. Scheuen Sie sich daher nicht, Ihr Manuskript noch mindestens (!) einmal kritisch zu überarbeiten. Sie befinden sich in guter Gesellschaft!

Leider unterschätzen viele Autoren die Wichtigkeit dieses Prozesses. Dies führt leider viel zu oft dazu, dass ein Manuskript vorzeitig veröffentlicht wird. Dies hat zur Folge, dass anfänglich gute Verkaufszahlen bei ersten negativen Rezensionen aufgrund einer fehlenden Überarbeitung und Verbesserung stark zurückgehen und das Buch gar nicht mehr gekauft wird.

Unterschätzen Sie nicht die Intelligenz Ihrer Leser! Sie bemerken schnell logische Widersprüche und fühlen sich zurecht getäuscht, wenn ein anfänglich guter Roman gegen Ende voller Rechtschreib-, Grammatik- und logischer Fehler steckt, weil ein Autor seinen Roman zum Schluss nur noch beenden wollte und sich die Kosten für ein Lektorat oder zumindest für ein Korrektorat gespart hat.

  • Bevor Sie Ihr Manuskript als E-Book oder auch als gedruckte Ausgabe veröffentlichen, ist es unbedingt notwendig, zu überprüfen, ob Ihr Manuskript tatsächlich schon bereit für eine Veröffentlichung ist.
  • Bevor Sie sich nun an die Überarbeitung machen, lassen Sie zunächst Ihr Manuskript eine Zeitlang ruhen und machen Sie eine Pause. Beschäftigen Sie sich währenddessen mit etwas völlig anderem, zum Beispiel der Idee für den nächsten Roman. Wenn Sie sich Ihr Manuskript nach dieser Pause erneut vornehmen, können Sie umso leichter Ihre stilistische und logische Fehler erkennen!
  • Speichern Sie Ihr Manuskript in einer anderen Formatierung, z. B. einer anderen Seiten- oder Schriftgröße. Durch die ungewohnte Darstellungsweise können Sie Ihre „Betriebsblindheit“, die sich ab einem gewissen Zeitpunkt unvermeidlich einstellt, überlisten!
  • Lesen Sie nun Ihr Manuskript erneut durch und versetzen Sie sich dabei in die Rolle des Lesers: Klingt Ihre Story stimmig, sind die Charaktere glaubwürdig und haben ein Eigenleben? Stimmt der Erzählstil? Ist die Länge der Kapitel in etwa einheitlich oder werden die Kapitel gegen Ende des Romans immer länger? Sofern Sie ein Sachbuch geschrieben haben: Ist die Untergliederung der einzelnen Unterabschnitte eines Kapitels am Ende ebenfalls so sorgfältig aufgeteilt wie zu Beginn des Buches?
  • Achten Sie auf Grammatik- und Rechtschreibfehler: Erfahrungsgemäß häufen sich diese Fehler gerade am Ende des Manuskriptes.
  • Streichen Sie Überflüssiges. Straffen Sie langatmige Passagen. Achten Sie auf überflüssige Füllwörter.

Scheuen Sie sich nicht, Ihren Text in fremde Hände zu geben, da Sie diesen letztendlich ja an unzählige Leser bringen wollen!

Wenn Sie diese Punkte beachtet haben, sind Sie schon einen großen Schritt weiter auf dem Weg zu einer erfolgreichen Veröffentlichung Ihres Werkes. Ab jetzt übernehmen wir! 🙂

E-Book-Design: Ein Praxisbericht

Die Produktion des E-Books „Durch Tod heilbar“ war für uns eine besondere Herausforderung. Die Aufgabe bestand darin , das außergewöhnliche Design des gedruckten Buches optimal für das E-Book zu adaptieren. Dabei sollte einerseits das Design den Gegebenheiten der E-Book-Lesegeräte gerecht werden und andererseits wollten wir möglichst nahe an der Vorlage bleiben, um damit auch im E-Book die Atmosphäre des Romans durch das Design unterstützt wird.

Das Design und Layout der gedruckten Vorlage haben eine ganze Reihe besonderer Spezifika:

  • Der Prolog wurde im Querformat, und nicht wie der Rest des Buches, im Hochformat gedruckt, da die Text-Zeilen teilweise sehr lang sind und nicht umgebrochen werden sollten
  • Der Text enthält fiktive Ausrisse aus Zeitungen und Zeitungen, die jeweils durch eine spezielle Grafik dargestellt werden
  • Einige Text wurden zweispaltig gesetzt
  • Auf jeder Seite befindet sich eine Grafik in der Kopfzeile
  • Das gedruckte Buch beinhaltet viele verschiedene Schriften: Schreibmaschinenschrift, Serifenschriften und serifenlose Schriften, eine monospaced Schrift und eine Schreibschrift

Die folgenden Beispiele sollen verdeutlichen, wie wir diese Aufgabe umgesetzt haben und wie sie in ähnlicher Form in vielen Büchern auftreten.

Bestimmte Teile des Buches einfach als Grafiken in das E-Book einzubinden, war für uns keine Option, da damit alle Vorteile eines E-Books flöten gehen würden. Z.B. wäre keine Änderung der Schriftgröße durch den Nutzer mehr möglich gewesen. Und gerade Menschen mit einer Sehbehinderung verwenden sehr gerne E-Book-Reader, da sie die Schriftgröße entsprechend ihrer Bedürfnisse einstellen können.

Zuerst ein Bild, das einen Ausschnitt aus dem Prolog zeigt, der, wie oben erwähnt, im Querformat gedruckt wurde.

heilbar4Eine garantierte Darstellung des Prologs im Querformat (also bei normaler Benutzung des Readers um 90 Grad gedreht) ist weder möglich noch sinnvoll, da ja überhaupt nicht bekannt ist, auf welchen Geräten das E-Book später gelesen werden wird und wie der jeweilige Leser sein Lesegerät oder Tablet gerade hält. Außerdem kippt die Darstellung auf Tablets meist automatisch, wenn man das Tablet dreht. Man würde also niemals den Text sinnvoll lesen können, da er immer um 90 Grad gedreht wäre. Aus diesem Grund macht es auch keinen Sinn Bilder oder Grafiken derart gedreht in ein E-Book einzubinden, weil man glaubt damit den Platz besser auszunutzen.

Um zumindest dem Leser deutlich zu machen, wie lang die Zeilen sind und auch anzudeuten, dass eine grafische Wirkung mit der Länge der Zeilen erzielt werden soll, haben wir eine Darstellungsweise gewählt, die normalerweise für Gedichte verwendet wird. Dabei werden zu lange Zeilen normal umgebrochen, jedoch dabei mit einem zusätzlichen Einzug versehen, so dass die Zeile optisch weiterhin erkennbar bleibt. Hierzu als Vergleich ein Screenshot von einem Kindle Paperwhite (wie auch die weiteren Screenshots der E-Book-Version):
screenshot_2013_12_12T23_07_08+0100Auf diesem und den folgenden Screenshots sieht man ebenfalls, wie wir die im Buch vorhandenen Kopfzeilen mit den Kapitelnamen umgesetzt haben. Dass es im E-Book mangels einer festen Seitenaufteilung keine Kopfzeilen (und auch keine Fußzeile) geben kann, sind diese nun einfach Kapitelüberschriften geworden. Die Grafik ist als kleine Hintergrundgrafik der Überschrift eingebaut worden, was an dieser Stelle im Gegensatz zum folgenden Beispiel funktioniert. Insgesamt mussten für die verschiedenen Ausprägungen der Überschriften 6 verschiedene CSS-Klassen angelegt werden. Leider funktioniert es nicht auf jedem E-Book-Reader sauber, dass die Schrift in der Überschrift immer schön mit dem Strich der Grafik ausgerichtet ist.  Auch der Paperwhite interpretiert die CSS-Angaben etwas anders als vorgesehen. Der weitergehende Strich auf der rechten Seite musste entfallen.

Wichtig für die Atmosphäre des Romans sind die fiktiven Zeitungsausschnitte, die im gedruckten Buch durch eine Hintergrundgrafik und hier und da schräg gesetzte Schrift tatsächlich wie Ausrisse aussehen.

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Solch eine detaillierte Lösung ist im E-Book leider nicht möglich. Zwar hätte man auch hier mit einer Hintergrundgrafik arbeiten können. Da eine Vielzahl der Lesegeräte dies jedoch nicht sauber unterstützt, wäre das Ergebnis beim Leser nicht vorhersagbar. Deshalb haben wir uns zu der etwas einfacheren Lösung entschieden, als Hintergrundfarbe einen Grauton zu verwenden und angelehnt an die Vorlage den Text wie einen Zeitungstext zu gestalten.

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Das letzte Beispiel zeigt, wie wir eine Nachricht aus einer fiktiven Internetnachrichtenseite umgesetzt haben.

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Bei allen Nachrichtentexten mussten wir den zweispaltigen Satz in einspaltigen Satz ändern, da mehrere Spalten von den E-Book-Lesegeräten in fast allen Fällen nicht korrekt dargestellt werden. Generell kann man sagen, dass mehrspaltiger Satz im E-Book derzeit nicht funktioniert.

Das Einbetten der im Druck verwendeten Schriften ist in das E-Book aus lizenzrechtlichen Gründen nicht möglich. Entsprechende Lizenzen betragen alleine für ein E-Book mehrere hundert Euro. Um diese Kosten bei der E-Book-Produktion zu sparen, haben wir sehr ähnliche Schriften gesucht, die unter einer freien Lizenz (meist der SIL Open Font License) stehen und damit kostenlos verwendbar sind und die kommerzielle Verwendung sowie das Einbetten in E-Books erlauben. Konkret sind das für den Fließtext des Buches die »Open Sans«, als Serifenschrift die »Charis SIL«, als Monospace-Schrift die »Courier Prime« und als Schreibmaschinenschrift in den Überschriften die »Carbon«.

Die verwendeten Schriften wurden im Impressum des E-Books vermerkt, so dass wir damit auch den Lizenzbedingungen der Schriften entsprechen. Damit man all die unterschiedlichen Schriften zu Gesicht bekommt, muss man auf seinem Reader die Herausgeberschriftart (oder ähnlich benannt) anschalten, soweit vorhanden. Wir haben aber auch darauf geachtet, dass das E-Book auch mit den Standardschriften lesbar bleibt und gut aussieht. Natürlich geht dann etwas von der Wirkung des Layout verloren.

Der Autor des Buches Niklas Bernd hat in seinem Blog ebenfalls einen Erfahrungsbericht über die Erstellung des E-Books geschrieben, der diesen Beitrag wunderbar ergänzt. Viel Spaß beim Lesen.

Unser Gastbeitrag bei Christin Thomas

Im Austausch mit dem Gastbeitrag von  Christin Thomas, der Autorin von »Cataneo«, in unserem Blog über Ihre Erfahrungen als Self-Publisherin, hatten wir die Ehre für das Blog ihrer Autorenwebseite einen Beitrag schreiben zu dürfen. Dieser handelt von einigen unserer Erfahrungen als E-Book-Produzenten und gibt ein einige Tipps für Autoren aus der Sicht eines Dienstleisters für Self-Publisher.

Beitrag bei christin-thomas.de lesen