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Was ist der Unterschied zwischen einem gedruckten Buch und einem E-Book?

Bei den meisten E-Books handelt es ich um E-Books im fließenden Layout. Die Besonderheiten des „Fixed Layout“ werden in unseren FAQ erklärt.

Der Hauptunterschied zwischen einem gedruckten Buch und einem E-Book besteht darin, dass die Leser eines E-Books das Seitenlayout innerhalb gewisser Grenzen beeinflussen können. Im Gegensatz zu einem gedruckten Buch können sowohl die Schriftart als auch die Schriftgröße verändert werden. Auch der Zeilenabstand kann variiert werden. Zudem erlauben viele Geräte das Lesen sowohl im Hochkant- als auch im Querformat. Dadurch lassen sich z. B. Bilder besser betrachten.

All dies führt dazu, dass je nach verwendetem Lesegerät und individuellen Leseeinstellungen das gleiche E-Book auf den verschiedenen Lesegeräten recht unterschiedlich dargestellt wird. Aus diesem Grund gibt es auch keine Seitenzahlen in E-Books. Jedes Lesegerät berechnet nach einem internen Algorithmus eine „Pseudoseitenzahl“, zum Teil als Prozentangabe, zum Teil als Angabe von „Pseudoseitennummern“, um den Lesern einen Eindruck über den Umfang und die Leseposition zu vermitteln. Allerdings ändert sich die Angabe der Seitenzahl bei manchen Geräten (z. Bsp. dem iPad) bereits durch das Umschalten vom Hochkant- in das Querformat.

Um diese Unterschiede zu illustrieren, haben wir Screenshots desselben Kapitelanfangs aus dem Buch „Mekkas der Moderne“ (Amazon) angefertigt. Besonders an den Kapitelanfängen werden in diesem E-Book viele verschiedene Designelemente verwendet, bei denen die Darstellung durch die Geräte abweichen kann.

Zuerst der E-Book-Viewer von Calibre. Dieser zeigt das Buch so an, wie es aussehen soll.

Darstellung im Calibre Viewer

Als nächstes sieht man dieselbe Position innerhalb des E-Books dargestellt auf einem Kindle Paperwhite der ersten Generation. Hier wird das Buch in der Standardschrift Caecilia des Kindle angezeigt, da dies die Standardeinstellung ist, wenn man ein Buch bei Amazon heruntergeladen hat. Ein Unterschied zwischen den mit unterschiedlichen Schriften gestalteten Designelement ist nicht mehr erkennbar. Die im E-Book enthaltenen Herausgeberschriften müssen vom Leser erst eingeschaltet werden. Allerdings tun dies nur die wenigsten Leser. Außerdem ist auf den ersten Blick ersichtlich, dass das Bild nicht mehr auf dieser Bildschirmseite angezeigt wird.

Darstellung auf dem Kindle Paperwhite

Das nächste Beispiel stammt von einem Kindle Fire HDX 8.9, dem größten Tablet von Amazon. Trotz der zunächst ähnlich aussehenden Darstellung zum Calibre Viewer gibt es dennoch deutliche Unterschiede. Nicht nur Zeilenlänge und Zeilenabstand sind unterschiedlich, auch wird der Link zu Google Maps unterstrichen, obwohl dies in der Formatierung explizit ausgeschaltet wurde. Das Bild wird verhältnismäßig  klein angezeigt, was an der hohen Auflösung des HDX 8.9 von 2.560 × 1.600 Pixeln liegt. Das Bild selbst hat jedoch nur eine Breite von knapp 800 Pixel.

Darstellung auf dem Kinde Fire HDX 8.9

Als letztes Beispiel zeigen wir diesen Kapitelanfang auf einem iPad Air, dargestellt mit iBooks. Trotz der im Vergleich zum HDX sehr ähnlichen Auflösung von 2048 × 1536 Pixel wird das Bild in voller Breite angezeigt. Hier würde man eher eine ähnliche Breite wie beim HDX erwarten. Das liegt an der Tatsache, dass innerhalb der iBook-App nicht mit der physikalischen Auflösung gearbeitet wird, sondern mit einer virtuellen Auflösung von 800 × 600 Pixel, so dass das Bild auf die volle Breite aufgezogen wird. Ansonsten wird das E-Book wie von uns beabsichtigt dargestellt.

Darstellung mit iBooks auf iPad Air

Dies ist nur eine winzige Auswahl aus der Vielzahl an Geräten und Lese-Apps mit denen E-Books gelesen werden können. Auch wenn Unterschiede bei diesen Apps und Geräten deutlich erkennbar sind, ist die Darstellung doch insgesamt sehr akzeptabel. Deshalb zum Schluss noch ein Beispiel für eine App, die dieses E-Book nur sehr rudimentär darstellt. Praktisch die gesamte Formatierung des E-Books wird ignoriert, und an Stelle des Bildes bricht die Darstellung komplett ab.

Darstellung mit App Aldi